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Wir suchen Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten
Geführte Bewegung des Unterarms durch die Hände des Therapeuten

Schwerpunkt

Neurologie

Nach Schlaganfall, bei MS oder Parkinson - Bewegung neu anbahnen statt kompensieren.

Was neurologische Physiotherapie anders macht

Bei einer Erkrankung des Nervensystems ist nicht der Muskel das Problem, sondern die Ansteuerung. Der Muskel könnte - er bekommt den Befehl nicht mehr sauber. Deshalb wird hier nicht trainiert wie in der Orthopädie, sondern angebahnt: Bewegung wird geführt, wiederholt und so lange geübt, bis sie wieder abrufbar ist.

Der Grund, warum das funktioniert, heißt Neuroplastizität - das Nervensystem kann Aufgaben neu verschalten. Nicht unbegrenzt und nicht schnell, aber messbar.

Behandelt wird dabei der ganze Mensch, nicht die betroffene Seite allein. Und geübt wird, was gebraucht wird: aufstehen, greifen, gehen, sich anziehen.

Zwei Konzepte, die wir einsetzen

Bobath

Das Bobath-Konzept arbeitet über Alltagsbewegungen und über die Hemmung von Ausweichmustern. Der Grundgedanke: Was der Körper kompensiert, lernt er nicht neu. Deshalb wird die Bewegung so geführt, dass sie in der gewünschten Form stattfindet - über Lagerung, über Führung, über die Umgebung.

Bobath ist eine Zertifikatsfortbildung. Die Behandlung darf nur anbieten, wer sie abgeschlossen hat.

PNF

PNF steht für Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation. Über Druck, Zug und Widerstand an Armen und Beinen werden Rückmeldungen aus dem Körper genutzt, um eine Bewegung zu bahnen.

Geübt wird nicht in einzelnen Muskeln, sondern in diagonalen Bewegungsmustern - so, wie der Körper auch im Alltag arbeitet: Beim Greifen nach oben drehen sich Hand, Unterarm und Schulter gemeinsam.

Auch PNF ist eine Zertifikatsfortbildung.

In der Praxis werden beide oft kombiniert. Welches Konzept im Vordergrund steht, richtet sich nach dem Befund - nicht nach der Vorliebe des Therapeuten.

Wie lange dauert eine neurologische Behandlung?

Ein Termin dauert in der Regel 30 Minuten. Die Behandlung selbst ist meist längerfristig angelegt; wie viele Einheiten verordnet werden, entscheidet die verordnende Ärztin oder der verordnende Arzt. Auf der Verordnung steht in der Regel KG-ZNS.

Was Sie mitbringen sollten

Ihre Verordnung, vorhandene Befunde und bequeme Kleidung. Und Ihre Hilfsmittel - Gehstock, Rollator, Orthese. Sie gehören zur Behandlung, weil mit ihnen geübt wird.

Für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten

Ein Satz genügt. Den Rest klären wir im Gespräch.

Keine Unterlagen, kein Anschreiben, kein Lebenslauf. Schreiben Sie uns, wie viele Stunden Sie suchen und wann Sie erreichbar sind - alles Weitere besprechen wir, wenn wir uns kennenlernen.