Therapie
Stoßwellentherapie
Druckwellen von außen auf Sehnen und Ansätze, die seit Wochen nicht zur Ruhe kommen.
Für Sehnen, die nicht zur Ruhe kommen
Kurz beantwortet
Was ist das?
Kurze, energiereiche Druckwellen, die über einen Aufsatz von außen auf die schmerzende Stelle gegeben werden.
AusführlichWobei wird sie eingesetzt?
Vor allem bei Sehnenbeschwerden, die seit Wochen anhalten: an der Ferse, an der Schulter, am Ellenbogen, an Achilles- und Patellasehne.
AusführlichWie läuft eine Sitzung ab?
Wir suchen die Stelle, tragen Gel auf und geben die Druckwellen über einen Aufsatz ab. Das dauert wenige Minuten.
AusführlichWer zahlt?
Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen sie in der Physiotherapiepraxis nicht, Sie zahlen sie selbst. Den Preis nennen wir Ihnen vorher.
Ausführlich
Bei der Stoßwellentherapie geben wir kurze, energiereiche Druckwellen von außen auf eine schmerzende Stelle. Eingesetzt wird sie vor allem bei Sehnen und Sehnenansätzen, die seit Wochen oder Monaten nicht zur Ruhe kommen. In der Physiotherapiepraxis zahlt die Kasse sie nicht, die Behandlung zahlen Sie selbst. Dafür brauchen Sie ein Privatrezept Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes.
Was ist eine Stoßwellentherapie?
Eine Stoßwelle ist eine Druckwelle, die in Sekundenbruchteilen aufgebaut wird. Sie wird über einen Aufsatz auf die Haut übertragen und läuft von dort ins Gewebe darunter. Dort soll sie die Durchblutung anregen und den Stoffwechsel im Gewebe in Gang bringen, der bei lang anhaltenden Sehnenbeschwerden oft ins Stocken geraten ist.
Operiert oder gespritzt wird dabei nichts. Die Druckwellen gehen durch die Haut, ohne sie zu verletzen.
Wobei wird sie eingesetzt?
Am häufigsten wird die Stoßwelle bei Beschwerden eingesetzt, die an Sehnen und ihren Ansätzen entstehen:
- Ferse: Schmerzen an der Fußsohle, die morgens bei den ersten Schritten am stärksten sind, oft mit einem Fersensporn im Röntgenbild
- Schulter: Kalkablagerungen in der Sehne, die sogenannte Kalkschulter
- Ellenbogen: Tennis- oder Golferellenbogen
- Achillessehne und Patellasehne: Beschwerden bei Belastung, etwa beim Laufen oder Springen
- Muskulatur: hartnäckige Verspannungen und Triggerpunkte
Ob die Stoßwelle bei Ihren Beschwerden sinnvoll ist, klären wir im ersten Termin. Passt eine andere Behandlung besser, sagen wir Ihnen das.
Wie läuft eine Sitzung ab?
Zuerst suchen wir die Stelle, an der es wehtut, und markieren sie. Dann tragen wir ein Gel auf, damit die Druckwellen gut in die Haut übergehen, und setzen den Aufsatz an. Die Anwendung selbst dauert nur wenige Minuten.
Sie spüren ein Klopfen, das an der schmerzenden Stelle unangenehm sein kann. Die Stärke stellen wir während der Anwendung ein und passen sie an das an, was Sie uns sagen.
Meist sind mehrere Sitzungen nötig, üblich ist ein Abstand von etwa einer Woche. Wie viele es bei Ihnen werden, hängt von den Beschwerden ab und davon, wie Sie auf die ersten Anwendungen reagieren.
Warum Übungen dazugehören
Die Stoßwelle setzt einen Reiz. Belastbar wird die Sehne erst, wenn sie danach auch wieder belastet wird. Deshalb geben wir Ihnen Übungen mit, die Sie zwischen den Sitzungen zu Hause machen. Bei einer laufenden Krankengymnastik oder Manuellen Therapie stimmen wir beides aufeinander ab.
Wann sie nicht infrage kommt
Bitte sagen Sie uns vor der ersten Anwendung Bescheid, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie blutverdünnende Medikamente nehmen oder eine Gerinnungsstörung haben, wenn Sie in den letzten Wochen an dieser Stelle eine Kortisonspritze bekommen haben oder wenn Sie einen Herzschrittmacher tragen. Bei einer akuten Entzündung, bei einem Tumor im Behandlungsgebiet und bei Kindern und Jugendlichen, deren Wachstumsfugen an der Stelle noch offen sind, behandeln wir nicht mit der Stoßwelle.
Welche Nebenwirkungen hat die Stoßwellentherapie?
Die häufigste ist der Schmerz während der Anwendung selbst. Deshalb stellen wir die Stärke mit Ihnen gemeinsam ein. In den Tagen danach kann die Stelle gerötet oder leicht geschwollen sein und etwas mehr wehtun als vorher, manchmal zeigt sich ein kleiner Bluterguss. Das legt sich in der Regel nach ein bis zwei Tagen. Hält es länger an, rufen Sie uns an.
Was kostet die Stoßwellentherapie?
Die Stoßwellentherapie ist kein Heilmittel. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen sie in der Physiotherapiepraxis deshalb nicht, und Sie zahlen sie selbst. Was eine Sitzung kostet, sagen wir Ihnen vor der ersten Anwendung.
Private Krankenversicherungen und die Beihilfe erstatten sie je nach Tarif ganz oder zum Teil. Fragen Sie am besten vorher bei Ihrer Versicherung nach.
Wann diese Behandlung infrage kommt
- Schmerzen an der Ferse beim ersten Auftreten am Morgen
- Kalkschulter
- Tennis- oder Golferellenbogen
- Beschwerden an Achillessehne oder Patellasehne
- Hartnäckige Verspannungen und Triggerpunkte
Ob diese Behandlung für Sie infrage kommt, klären wir im ersten Termin anhand Ihrer Beschwerden und Befunde.
Die Stoßwelle setzt einen Reiz. Belastbar wird die Sehne erst, wenn sie danach auch wieder belastet wird.
Gut zu wissenIn den Tagen nach einer Anwendung kann die Stelle gerötet sein und etwas mehr wehtun als vorher. Das legt sich in der Regel nach ein bis zwei Tagen.
Worauf die Behandlung zielt
Was Sie davon haben
Sechs Punkte, an denen wir arbeiten. Was davon bei Ihnen im Vordergrund steht, hängt vom Befund ab.
- Druckwellen, die von außen durch die Haut ins Gewebe gehen
- Gezielt an Sehnen, Sehnenansätzen und verhärteter Muskulatur
- Die Stärke passen wir während der Anwendung an Sie an
- Meist mehrere Sitzungen im Abstand von etwa einer Woche
- Übungen für zu Hause gehören dazu
- Den Preis nennen wir Ihnen vor der ersten Anwendung
Stand: 30. September 2026




